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Lapvona

Roman - Rezensiert in der SZ von Samir Sellami

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Beschreibung

"Lapvona" - Ottessa Moshfeghs Roman über menschliche Monstrosität, Ungleichheit, Korruption und Tyrannei. "Was für ein grauenvolles Meisterwerk!" (Theresia Enzensberger)

Es riecht nach Kot und Verwesung, nach Blut, Vieh und Schlamm - das ist Lapvona, der gottverlassenste Ort der Romanwelt. Hier ist niemand vom Glück begünstigt, am wenigsten Marek, der missgestaltete Sohn des Schafhirten. Doch sein Elend birgt auch eine große Kraft: baldige Nähe zu Gott durch Entsagung und Erniedrigung. Als er von Villiam, dem irren Landvogt, aufs Schloss berufen und als neuer Fürstensohn eingeführt wird, glaubt Marek sich zu Höherem erkoren. Denn noch ahnt er nicht, wie grausam nicht nur die Not, sondern auch die Sättigung den Menschen macht. In ihrem neuesten Meisterwerk entwirft Ottessa Moshfegh ein höllisches Panoptikum menschlicher Monstrosität und trifft in der grotesken Darstellung von Ungleichheit, Korruption und Tyrannei den Nerv unserer Zeit erschreckend genau.

Details

Autor/en
Ottessa Moshfegh, Anke Caroline Burger
Erscheinungstermin
18.01.2023
ISBN
9783446275843
Seitenzahl
336
Verlag / Label
Hanser Berlin

Rezensiert in der Süddeutschen Zeitung von Samir Sellami

Pünktlich zu Ostern ziehen die Räuber durch Lapvona, ein fiktives Fürstentum, töten ein paar Männer, Frauen und Kinder, stecken Habseligkeiten ein und hinterlassen Trauer, Rachsucht und Ratlosigkeit - sie verschonen jedoch den Lammhirten und seinen krumm gewachsenen Sohn. Bald begeht dieser einen Mord, der Mörder selbst aber wird nicht bestraft, stattdessen adoptiert ihn der Fürst. Spätestens als der Sommer die Dürre bringt, fragt man sich: Ist das jetzt die Strafe? Ottessa Moshfegh zelebriert auch in ihrem neuen Roman das Abstoßende, Kreatürliche, Würdelose, das mit dem Dasein als Mensch immer auch einhergeht. Hunger, Vergewaltigung, Leibeigenschaft. Seuchen, Dürre, Flut. Menschen, die Menschen essen - nichts bleibt ausgespart. Dumpf wird diese Gewalt nie. Erst inmitten der überbordenden Grausamkeit entfalten die Momente der Gnade ihre berauschende Wirkung.