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Proust

Aufsätze und Notizen | Das Dokument einer bedeutenden literarischen Wahlverwandtschaft - Rezensiert in der SZ von Lothar Müller

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Beschreibung

Spricht Barthes von Proust, spricht er meistens von sich selbst. Barthes hat nicht das eine, große Proust-Werk geschrieben, aber sich immer wieder mit seinem Alter Ego auseinandergesetzt. Dieser Band versammelt die wichtigsten Texte von Roland Barthes über Marcel Proust: Zeitschriftenbeiträge, Vorlesungen und Vorlesungsnotizen und eine Auswahl aus Barthes' fast 3000 hinterlassenen Karteikarten zu Proust. Barthes legt Spuren, öffnet Ausblicke, macht, in der Trauer über den Tod seiner Mutter, Pläne, eine ihrem Andenken gewidmete Recherche, seine eigene »Vita nova«, zu schreiben - was womöglich nur sein früher Tod im März 1980 verhindert hat. Hier erstmals zugänglich gemacht ist ebenfalls die Transkription einer Radiosendung von France Culture aus den 70er Jahren, Spaziergänge mit Roland Barthes auf den Spuren von Marcel Proust in Paris.

»Ich begreife, daß das Werk von Proust, zumindest für mich, das Referenzwerk ist, die allgemeine Mathesis, das Mandala der gesamten literarischen Kosmogonie, wie es die Briefe der Mme de Sévigné für die Großmutter des Erzählers, die Ritterromane für Don Quijote waren.« (Roland Barthes)

Das Dokument einer bedeutenden literarischen Wahlverwandtschaft, ebenso erhellend für das Werk Prousts wie für das von Roland Barthes.

Details

Autor/en
Roland Barthes, Horst Brühmann
Erscheinungstermin
16.11.2022
ISBN
9783518430743
Seitenzahl
343
Verlag / Label
Suhrkamp

Rezensiert in der Süddeutschen Zeitung von Lothar Müller

Barthes hat kein Buch über Proust geschrieben. Was er zu Lebzeiten über ihn publizierte, füllt kaum fünfzig Druckseiten. Doch die Proust-Lektüre, die er im Alter von siebzehn Jahren begann, hatte in seinem Leben stets eine große Bedeutung - je älter er wurde, desto mehr Raum nahm in seinen Karteikarten, Aufsätzen und Vorlesungen die Akkumulation von biografischem Wissen über Proust ein. Seine Lektüre war eine, die immer unvollständig blieb, Abbrüche kannte und Abstoßungen, Ablehnungen ganzer Bände und Wiedergewinnungen. Manche der hier versammelten Aufsätze und Notizen, in denen das sichtbar wird, sind im Deutschen schon bekannt. Trotzdem: Wer dieses Buch liest, um Aufschlussreiches über Marcel Proust und dessen Werk zu erfahren, wird nicht enttäuscht.