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Suite française - Bild 1

Suite française

Roman

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Beschreibung

Eine der größten literarischen Wiederentdeckungen der letzten Jahre

Sommer 1940: Die deutsche Armee steht vor Paris. Voller Panik packen die Menschen ihre letzten Habseligkeiten zusammen und fliehen. Angesichts der existentiellen Bedrohung zeigen sie ihren wahren Charakter ...

Der wiederentdeckte Roman "Suite française" von Irène Némirovsky wurde 2005 zur literarischen Sensation. Über 60 Jahre lag das Vermächtnis der französischen Starautorin der 30er Jahre unerkannt in einem Koffer - bis der Zufall dieses eindrucksvolle Sittengemälde aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs ans Licht brachte.

Details

Auflage
6. Aufl.
Autor/en
Irène Némirovsky, Eva Moldenhauer
Erscheinungstermin
10.04.2007
ISBN
9783442736447
Seitenzahl
508
Verlag / Label
btb

Schriftstellerinnen und Intellektuelle beantworten die Frage: Welches Buch war für Sie im Jahr 2023 besonders wichtig? Florian Illies, Autor:

„Suite française“ von Irène Némirowsky ist das Buch, das mich in diesem Jahr nicht losgelassen hat, tagsüber nicht, und auch nicht in meinen Träumen. Gerade weil die 1903 in Kiew geborene jüdische Autorin sich selbst von dem Roman in einem halb fertigen Zustand trennen musste und es in einem Koffer versteckte, als sie im Sommer 1942 aus dem besetzten Frankreich nach Auschwitz deportiert wurde, wird sein Inhalt auf ewig untrennbar sein von ihrer Biografie. Was Némirowsky wagt, ist kühn: Sie erzählt nicht nur von den Schrecken der deutschen Besatzer in Frankreich, sondern auch von deren Wehmut und Verlorenheit, sie beschreibt also die Täter, die deutschen Soldaten, als Menschen.

Um nur wenige Wochen später, mit kaum 39 Jahren, selbst Opfer der Unmenschlichkeit ebendieser Soldaten im deutschen Konzentrationslager zu werden. Aber die Erzählkraft Némirowskys ist so bezwingend, dass man dennoch nicht anders kann, als dem Wahrheitsgehalt der Fiktion ihrer „Suite française“ zu vertrauen. Sie erzählt von dem verstörten Aufbrechen der alten Gewissheiten Frankreichs mit dem langen Atem der großen Russen, gerade so, als ruhte der barmherzige Blick Tolstois auf den verirrten Franzosen der Jahre 1940/41 und als schreibe sie nicht im Untergrund, aus der unmittelbaren Gegenwart der Flucht und der Angst, sondern aus der Sicherheit und der Weisheit einer Überlebenden. Doch überlebt hat nur dieses epochale europäische Buch.