SZ-Gesundheitsforum

Autismus – Wie viel Eigenbrötlerei ist noch normal?

Online In 5 Tagen 07. Dezember 2022 - 20:30 Uhr

Wer sich sozial ungewöhnlich verhält oder nicht kooperativ genug wirkt, bekommt von Bekannten oder Kolleg:innen schnell die Diagnose „autistisch“ verpasst. Gleichzeitig wurde die psychiatrische Störung in den letzten Jahren zu einem begehrten Label. In Ambulanzen und Praxen strömen immer mehr Menschen, die bei sich und anderen autistische Züge entdeckt haben wollen. Dazu mag auch die Präsenz von Autisten in Film und Fernsehen beitragen, wo Autisten häufig Superkräfte zugeschrieben werden. Und schließlich fordern manche Autistinnen und Autisten selbst immer vehementer ein, nicht als krank klassifiziert zu werden. Sie hätten nun einmal besondere Eigenschaften, aber behandlungsbedürftig seien diese nicht unbedingt, sagen sie.

Aber was ist Autismus genau? Woher weiß ich, ob mein Kind oder ich betroffen sind? Brauchen Autistinnen und Autisten eine Behandlung? Welche Therapien gibt es überhaupt und wie erfolgreich sind diese? Und wie viel Eigenbrötlerei ist noch normal? Über diese Fragen spricht unsere Redakteurin Dr. Christina Berndt mit Expertinnen und Experten.

Haben Sie bereits vorab eine Frage an die Gesprächsgäste? Dann schicken Sie uns diese gerne an veranstaltungen@sz-erleben.de

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Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung zum Livestream ist erforderlich:

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Programm


Das autistische Kind

Prof. Dr. Michele Noterdaeme berichtet über die verschiedenen Erscheinungsformen des Autismus im Kindesalter. Sie geht den Ursachen des Spektrums von Autismuserkrankungen nach, berichtet über die Diagnostik und die Chancen und Grenzen der Behandlung.

Wenn das eigene Kind anders ist

Brigitte Wölfl ist Mutter eines mittlerweile erwachsenen Sohnes mit Autismus-Spektrum-Störung und erzählt von ihren Erfahrungen.

Bin ich okay?

Prof. Dr. Dr. Kai Vogeley ist Experte für Autismus im Erwachsenenalter und liefert Einblicke in die Krankheit, die Sorgen und Beweggründe der Patienten, die zu ihm kommen, die Möglichkeiten der Diagnostik – und wie sich Betroffenen helfen lässt

Andersartigkeit als Chance

Prof. Dr. Peter Falkai ist Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität München. Bei ihm stellen sich immer mehr Menschen vor, die von sich oder ihren Angehörigen denken, dass sie autistisch sind

Gesprächsgäste


Prof. Dr. Peter Falkai
Foto: privat
Prof. Dr. Peter Falkai

Professor Falkai ist Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Präsident der European Psychiatric Association und Mitglied des SZ-Gesundheitsforums.

Prof. Dr. Michele Noterdaeme
Foto: privat
Prof. Dr. Michele Noterdaeme

Professorin Noterdaeme war langjährige Leiterin der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit einer spezialisierten Autismusambulanz am Josefinum in Augsburg. Sie ist Mitautorin der ärztlichen Leitlinie zu Autismus-Spektrum-Störungen und Vorsitzende der Wissenschaftlichen Gesellschaft Autismus Spektrum in Deutschland.

Prof. Dr. Dr. Kai Vogeley
Foto: Universitätsklinikum Köln
Prof. Dr. Dr. Kai Vogeley

Professor Vogeley leitet die größte Erwachsenenambulanz für Autismus in Deutschland, die zur Klinik für Psychiatrie des Universitätsklinikums Köln gehört. Er ist Philosoph und Mediziner und ebenfalls Mitautor der ärztlichen Leitlinie zu Autismus-Spektrum-Störungen.

Brigitte Wölfl
Foto: privat
Brigitte Wölfl

Brigitte Wölfl ist Mutter eines inzwischen erwachsenen Sohnes mit Autismus-Spektrum-Störung. Seit vielen Jahren ist sie in der Elterninitiative Autismus Oberbayern engagiert.

Dr. Christina Berndt
Foto: Karin Brunner
Dr. Christina Berndt
Moderation

Dr. Christina Berndt ist SZ-Wissenschaftsredakteurin und Vorsitzende des Gesundheitsforums der Süddeutschen Zeitung.

Veranstaltungsort


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Diese Veranstaltung findet online statt.

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Verena BuschProjektmanagerin SZ EventsJetzt anschreiben
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