Eine Fotoausstellung

»Zeitlang« Unbekanntes Bayern

Gamsbart, Berge, Königsschlösser: Wer an Bayern denkt, der verbindet damit meist Oberbayern und die gängigen Klischees, mit denen sich das Land seit 100 Jahren in der ganzen Welt vermarktet. Eine andere Seite des Freistaats zeigen die SZ-Redakteure Sebastian Beck (Fotografien) und Hans Kratzer (Texte) in der Fotoausstellung zum gleichnamigen Bildband „Zeitlang – Erkundungen im unbekannten Bayern“.

Vor ein paar Jahren kam ich zum ersten Mal nach langer Zeit wieder im Wallfahrtsort Altötting vorbei. In der Gnadenkapelle beobachtete ich die Putzfrau beim Bodenwischen. Ich konnte nicht widerstehen und fotografierte sie, obwohl in der Kirche Kameras verboten sind. Doch die besondere Atmosphäre ließ mich nicht los. Und so besorgte ich mir die Fotoerlaubnis des Stadtpfarrers, um fast ein halbes Jahr lang die Marienverehrung zu dokumentieren. Daraus wurde am Ende eine große Reportage in der Süddeutschen Zeitung.

Der Erfolg der Ausstellung hat uns verblüfft.

Sebastian Beck

Im Laufe der vergangenen zehn Jahre habe ich zusammen mit den Kollegen Hans Kratzer und Andreas Glas etliche Projekte verfolgt: Von der Fronleichnamsfeier im Biergarten bis zur Feuerwehrfahrzeugweihe im Dorf. Ende 2018 fassten wir sie im Bildband „Zeitlang – Erkundungen im unbekannten Bayern“ zusammen, dem die gleichnamige Ausstellung folgte.

Die Ausstellung, die bereits mit großem Erfolg in Burghausen, Passau und Regensburg gezeigt wurde, kommt nun in einer überarbeiteten Form erstmals nach München. Sobald die Coronazahlen es erlauben, wird sie umgehend eröffnet.

Bis Ende Mai 2021 sind die rund 70 großformatigen Fotos und Texte im Literaturhaus München zu sehen. Dazu gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm unter anderem mit Geschichten von Gerhard Polt.

Weitere Informationen unter www.literaturhaus-muenchen.de/ausstellung/zeitlang

Führung durch das Druckzentrum des Süddeutschen Verlages

Making of Süddeutsche Zeitung

Es ist schwer zu sagen, woran es liegt, womöglich am Rascheln, wenn man sie umblättert, oder am Anblick der schwarzen Buchstaben auf dem matten Papier. Eine Zeitung in Händen zu halten, gibt vielen Menschen auch im digitalen Zeitalter ein gutes und vertrautes Gefühl.

Die wenigsten wissen jedoch, wie das Produkt entsteht, das sie jeden Tag aufschlagen. Es wird gedruckt, klar. Aber wie funktioniert das? Wie kommen die unzähligen Artikel aus der Redaktion in die Zeitung? Und wie gelangt die fertige Zeitung in den Briefkasten und Kiosk? Das können Leserinnen und Leser der Süddeutschen Zeitung kostenlos und in kleinen Gruppen selbst herausfinden – bei einer Führung durch das Münchner SV-Druckzentrum.

Jeden Tag werden etwa 200.000 Exemplare der Süddeutschen Zeitung in München gedruckt, an Freitagen und Samstagen sind es sogar 240.000.

Willkommen im Druckzentrum des Süddeutschen Verlages! Als Einführung geht es nicht in die Fabrikhalle, sondern in einen kleinen Kinosaal. In einem 20-minütigen Film stellt sich die Redaktion der Süddeutschen Zeitung vor. So eingestimmt schlüpfen die Leserinnen und Leser endlich in ihre gelben Warnwesten und gelangen über einen Lastenaufzug hinein in die Produktionsstätte.

Was später in der Zeitung zu lesen ist, steht auf Druckplatten aus Aluminium und wird vierfarbig aufgedruckt. Was die Besuchsgruppe jedoch zuerst staunend erblickt, sind die 22 großen Drucktürme. Jeweils drei gehören zu einer Maschine und werden auf einen Falzapparat gekuppelt. Über Fließbänder verlassen die Zeitungen die Türme, befestigt an Klemmen, die sie einzwicken und später wieder loslassen.

Die fertigen Zeitungen landen im Versandraum, in dem Abertausende Exemplare in einem beeindruckenden Fließbandsalat über die Köpfe der Besuchergruppe hinwegrattern. Jeden Tag werden im SV-Druckzentrum in München etwa 200.000 Exemplare der Süddeutschen Zeitung gedruckt, freitags und samstags sogar 240.000. Hinzu kommen Zeitungen wie Handelsblatt, Bild, Welt oder Frankfurter Allgemeine Zeitung, die aus logistischen Gründen vom Süddeutschen Verlag gedruckt werden. Umgekehrt wird auch die Süddeutsche Zeitung noch an vier weiteren Standorten bundesweit gedruckt mit einer Auflage von täglich 110.000 Exemplaren, freitags und samstags 144.000 bzw. 167.000.

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Besuch in der Redaktion der Süddeutschen Zeitung

Einblicke in die SZ-Redaktion

Redakteure tippen, Telefone klingeln, Journalisten laufen aufgeregt in Chefbüros und rufen „Ich hab die Story!“. So das Klischee einer Redaktion. Deutlich über eine Million Leserinnen und Leser erreicht die Süddeutsche Zeitung täglich aus dem Münchner Hochhaus. Die wenigsten aber haben eine konkrete Vorstellung davon, wie Nachrichten und Hintergrundberichte aus den verschiedenen Ressorts entstehen. Dabei ist die Frage nach dem Wie die häufigste, die die Redaktion erreicht.

Wie sieht der Alltag eines Journalisten aus? Wie kommen Redakteure an ihre Geschichten? Wie funktioniert ein moderner Newsdesk? Bei einem exklusiven Blick hinter die Kulissen der SZ-Redaktion in München erfahren das unsere Abonnentinnen und Abonnenten.

Für die SZ schreiben Hunderte fest angestellte Redakteurinnen und Redakteure und ein Vielfaches an freien Mitarbeitern.

Ein Besuch im Stammsitz der Süddeutschen Zeitung beginnt vor dem Turm im Münchner Osten. Die gläserne Fassade eröffnet den Blick nach innen. Bereits an dieser Stelle lohnt es sich aber kurz anzuhalten und das Glas genauer zu begutachten: Erinnert die Anordnung der Fenster wirklich an aufgeschlagene Zeitungsseiten?

Wer den Besuch in der SZ-Redaktion in München gewonnen hat, tritt nun mit einer Begleitperson ins große Foyer, um kurz darauf per Aufzug in den 22. Stock zu fahren. Nach einer spannenden Führung und ersten Einblicken in die journalistische Arbeitswelt kommen unsere Leserinnen und Leser zu Wort. In einer entspannten Gesprächsrunde mit Redakteurinnen und Redakteuren erfahren sie, wie und wo die Zeitung entsteht. Dabei können unsere Gäste alle Fragen stellen, die sie schon immer interessiert haben.

Die SZ steht für meinungsfreudigen und unabhängigen Journalismus. Umso wichtiger sind für uns auch kritische Leserinnen und Leser, die Fragen stellen, die wir noch nicht hatten. So ist ihr Besuch in der SZ-Redaktion am Ende eine Bereicherung für beide Seiten.

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Alle SZ Einblicke

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