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Mark Rothko: Bild "No. 6 (Violet, Green & Red)" (1951), gerahmt

Mark Rothko: Bild "No. 6 (Violet, Green & Red)" (1951), gerahmt

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Beschreibung

 

Mark Rothko war ein führendes Mitglied der abstrakten Künstlergruppe "New York School" und ist neben Jackson Pollock der zweite große Vertreter des amerikanischen Abstrakten Expressionismus. Seine großformatigen, von übereinander geordneten monochromen Farbflächen geprägten Werke zielen auf genau kalkulierte Licht- und Raumwirkungen, auf ein geradezu meditatives Miteinander von Bild und Betrachter ab.

Hochwertige Edition im Fine Art Giclée-Verfahren auf Papier. Gerahmt in handgearbeiteter Massivholzrahmung mit Passepartout, staubdicht verglast.

Format ca. 93 x 64 cm (H/B).

Weitere Kunstwerke von Mark Rothko finden Sie hier >>

Mark Rothko - „Ein Bild lebt in Gemeinschaft“

Kraftvolle Farbfelder, „Color Field Painting“, kennzeichnen Mark Rothkos Werk.
Der Begründer des Abstrakten Expressionismus lädt ein zur Meditation.

Susanne Guidera

Minimale Mittel bei maximaler Wirkung, groß angelegte, mit Wucht wirkende Bildflächen, emotionsgeladene Farbwelten – das ist, womit man Mark Rothko, mit bürgerlichem Namen Marcus Rothkowitz, und mit Jackson Pollock der zweite große Vertreter des amerikanischen Abstrakten Expressionismus, heute assoziiert. Doch damit ist längst nicht alles gesagt. Wie denn auch, ist doch das Werk des Künstlers nicht nur das aktuell wohl teuerste unserer Zeit, sondern geradezu monumental. Monumental nicht nur, was seinen Rang unter den Malern des 20. Jahrhunderts angeht, sondern prächtig und selbstbewusst inhaltlich reduziert auch dann, wenn man sich die schiere Größe seiner Bilder vergegenwärtigt.
Bis zu drei Meter Höhe erreichen seine Werke, eine Dimension, die jede reguläre
Zimmerwand und selbst die so mancher Museen sprengt. Diese epischen Farbfelder, sie locken wie Sirenen das Auge immer weiter, immer tiefer hinein ins Bild.
Und es ergreift einen ein wohliger Schwindel, hat man das Glück, einem dieser bei aller raumgreifenden Höhe schwerelos-ätherischen Werke gegenüberzustehen, wie dies etwa in der Tate Gallery in London oder demnächst in der Fondation Louis Vuitton in Paris möglich ist.
Rothkos Kompositionen, die nur auf den ersten Blick absichtslos erscheinen, bieten in Wahrheit atmosphärisch dichte innere Räume, in denen der Blick spazieren geht. Ein Blick, der wie zufällig auf dem mittleren Farbfeld rastet, freudig wie etwa in Bild No. 6 „Violet, Green & Red“ den Sprung wagt hinein in lebendig-rote, sphärisch-violette Elemente. Und nur kurz von wie Fragezeichen wirkende, schwarz-ausgewaschene Trennlinien aufgehalten wird.
Nichts ist sicher, kein gegenständliches Element erleichtert das Verständnis. Man ist auf
sich und die eigene Interpretation angewiesen. Und vielleicht ist dies das kaum verhohlene Kommunikationssignal seiner Bilder. Regt doch gerade die Rätselhaftigkeit dieser abstrakten Darstellung und die nicht wirklich hilfreiche Betitelung mit Nummern und Farbnamen zum Gespräch, wenn nicht gar zur gemeinschaftlichen Meditation an. Ein Glücksfall! Alles bleibt offen. Alles ist Auslegung.
Und alles, das beweist der überhitzte Bieterwettbewerb um Rothkos Bilder, atmet eine
zeitlose Botschaft, die selbst über 50 Jahre nach seinem Tod, Wirkung zeigt. „Ich bin nur daran interessiert, menschliche Emotionen auszudrücken“, sagte er. Es gelang ihm.

Mark Rothko war kein glücklicher Mensch. Er starb durch eigene Hand. Umso wertvoller
ist das kleine Glück, welches seine Bilder vermitteln. Seine Introvertiertheit, die depressiven Phasen, seine inneren Konflikte und sein Hadern mit dem Kunstbetrieb, der ihn und später seine Erben um die Früchte seiner Arbeit zu bringen trachtete, sowie nicht zuletzt das Raunen, die CIA hätte eine Rolle bei der Finanzierung des
Abstrakten Expressionismus gespielt, eröffnen ein weites Feld für den Diskurs. Doch
reichen diese Ansätze aus, um einen Künstler und sein Werk je in der Gänze zu beschreiben?
Wohl kaum. Rothkos Werk transzendiert längst seinen Schöpfer.
Es ragt weit über ihn hinaus. Und das ist gut so.

„Bei einem Gemälde geht es nicht um eine Erfahrung. Es ist eine Erfahrung.
Kunst ist ein Abenteuer in eine unbekannte Welt, die nur von Risikofreudigen erkundet
werden kann“, hat er einmal gesagt. Und dieses Risiko geht man beim Anblick seiner Bilder sicher nur zu gern ein!