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  • Sandra Gebhardt-Höpfner: Bild "My Poppies 1" (2024, serielles Unikat), gerahmt
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Beschreibung

Exklusive Edition in einer Auflage von nur 75 Exemplaren. Jedes Exemplar ist einzigartig. Die Künstlerin überarbeitet nachträglich jedes Bild mit Acrylfarbe, so dass individuelle farbliche Akzente entstehen.

Edition im Fine Art Giclée-Verfahren direkt auf Künstlerleinwand übertragen und auf Keilrahmen gespannt. Von der Künstlerin mit Acrylfarbe handüberarbeitet. Limitierte Auflage 75 Exemplare, nummeriert und handsigniert, mit Zertifikat. Gerahmt in handgearbeiteter, naturfarbener Massivholzleiste mit Schattenfuge. Format 73 x 73 cm. 

Über Sandra Gebhardt-Höpfner

Sandra Gebhardt-Höpfner lebt und arbeitet in Hamburg. Ihre Leidenschaft, Momente aus der Natur für den Betrachter auf Leinwand festzuhalten, treibt sie an. Dabei taucht sie in ihre eigene Welt und fängt das Licht der Natur mit Pinsel, Spachtel und Acrylfarbe auf der Leinwand ein.

Bei verschiedenen bekannten Künstlern aus Hamburg und Schleswig-Holstein hat sie über die Jahre Unterricht genommen und bereits an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teilgenommen. Ihre Bilder verkauft sie weltweit an private Sammler.

Sandra Gebhardt-Höpfner: Bild „My Poppies 1“

 Wollte man eine Geschichte der Mohnblume schreiben – wo wollte man beginnen? Ihre leuchtend rot-zarte Blüte, so flüchtig, so biegsam, dass das Auge gar nicht anders kann, als sie zu umschmeicheln. Doch in ihrer Zartheit steckt ungeahnte Macht. Wohl dem, der in der Antike Schmerzen litt, keinen Schlaf, aber einen Heiler fand, der das Geheimnis des Mohns kannte: Leiden zu lindern über 5.000 Jahre und wohl bereits in vor-schriftlicher Zeit. Mohn, das ist ein Wunder der Natur. Die alten Zivilisationen Mesopotamiens, Ägyptens, Griechenlands und Roms über das Mittelalter bis in die frühe Neuzeit und darüber hinaus schätzten seine Wirkung und wussten sie auch zu überdosieren. Opium, das ist die dunkle Seite des Mohns. „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist“, wusste der Arzt, Naturforscher und Philosoph Paracelsus im 16. Jahrhundert. Man könnte meinen, er hätte die Blüten des Mohns vor Augen gehabt.

Medizin für die einen, Sinnbild der Göttin Demeter für die anderen, Wächterin über die Ernte, die Fruchtbarkeit, ja das Leben selbst. Und Symbol für den Tod, das Blut, die Vergänglichkeit. Auch das ist Mohn. Leuchtende Strahlkraft, sinnlich in Form und Farbe, zart wie eine Umarmung. Ach, könnte man doch durch ein Mohnblumenfeld laufen, die Hände berührten das flimmernde Rot. So, oder so ähnlich dachte vielleicht Claude Monet, als er 1873 eines seiner bekanntesten Werke, das „Mohnblumenfeld bei Argenteuil" malte. Gesittet geht es den Zeitläufen gemäß auf dem Bild zu. An einem mit Mohnblumenrot getupften Hang stehen zwei Frauen mit Kindern. Die eine oben, sie blickt auf das leuchtende Feld. Die zweite wandelt in dieser leuchtenden Pracht, eine Hand ausgestreckt, die Gräser um sie herum berührend.

Dem Zauber aus Licht und Farbe, ihrer Poesie, vermochte sich auch Georgia O'Keeffe, die große Künstlerin des Amerikanischen Modernismus, nicht zu widersetzen. Kühn, fast schon schamfrei, bannte sie ihre samtige Sinnlichkeit in großformatige Close-ups. Ein Fest für Auge und Vorstellungskraft.

Vielleicht sind es nicht nur diese wenigen Vor-Bilder und ihre Vor-Geschichte, die in Sandra Gebhardt-Höpfners Bild „My Poppies 1“ mitschwingen. Kunst ist nie ohne Vor-Bilder und sei es als trotzige Antwort auf das, was zuvor in der Kunst Ausdruck war. Doch in den fröhlichen „Poppies“ der Künstlerin vereint sich so viel Leichtigkeit, so große Freude am Fabulieren. Die Ernsthaftigkeit vergangener Werke scheint aufgehoben und macht Raum für eine vergnügte Sinfonie aus Rosa, Zinnober, Purpur und Korall. Aus dem Feld steigen geometrisch-rote Elemente in einen leuchtend hellen Himmel. Vielleicht weitere Blüten oder rosafarbene Pusteblumensamen. Wer weiß das schon. Eines ist aber gewiss: „My Poppies 1“ ist ein unvergessliches Bild in all seiner symbolträchtigen Tradition und der unbeschwerten Interpretation der Künstlerin.

„Eine Künstlerin zu sein ist für mich ein großes Abenteuer“, sagt die Künstlerin über sich selbst. Und wer möchte sie nicht immerzu darin begleiten?

 Susanne Guidera

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