Sterbehilfe: Ein guter Tod? Über Selbstbestimmung und schwierige Fragen am Lebensende
Nicht zuletzt durch den gemeinsamen Tod der Kessler-Zwillinge ist das Interesse am Thema Sterbehilfe und einem selbstbestimmten Lebensende weiter gewachsen. Vereine, die assistierten Suizid anbieten, erhalten großen Zulauf. Zugleich steht eine gesetzliche Regelung aus, seit das Bundesverfassungsgericht das im Jahr 2015 verschärfte Verbot der Sterbehilfe vor fünf Jahren gekippt hat. Der assistierte Suizid unterliegt daher kaum Beschränkungen. Das führt auch zu umstrittenen Vorgehensweisen durch manche Sterbehilfeorganisationen. Umso mehr warnen Psychiater davor, dass bei einer Ausweitung der Sterbehilfe psychisch kranke Menschen etwa mit Depressionen nicht genügend Unterstützung erhalten könnten. Und Palliativmediziner weisen darauf hin, dass sich Leid am Lebensende in den allermeisten Fällen lindern lässt, dass auch ohne Sterbehilfe ein friedlicher und guter, womöglich besserer Tod möglich ist.
- Was also kann die Palliativmedizin am Lebensende leisten?
- Wo sind ihre Grenzen erreicht?
- Was gilt es beim Thema Sterbehilfe zu bedenken?
- Wie genau läuft ein assistierter Suizid ab?
- Wie seriös sind die Anbieter?
- Wie lassen sich psychische Erkrankungen als eigentliche Ursache hinter dem Wunsch zu sterben sicher ausschließen?
- Was berichten Angehörige von ihren Erfahrungen mit dem einen oder anderen Tod?
- Und wann könnte es eine gesetzliche Regelung geben?
Diesen und weitere Fragen widmet sich das Gesundheitsforum der Süddeutschen Zeitung in einer öffentlichen Online-Veranstaltung. Mit SZ-Wissenschaftsredakteurin Dr. Christina Berndt diskutieren die Medizinerin Prof. Dr. Claudia Bausewein, Direktorin der Klinik für Palliativmedizin am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München, und der Philosoph Prof. Dr. Dieter Birnbacher, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben, über das Thema Sterbehilfe. Es werden auch Fragen von Zuschauerinnen und Zuschauern beantwortet.
Haben Sie bereits vorab eine Frage, die Sie den Referenten gerne stellen möchten? Dann schicken Sie uns diese gerne an live@sz.de.
Zudem haben Sie die Möglichkeit, während der Veranstaltung live Fragen zu stellen. Rufen Sie hierfür die Website sli.do auf und geben Sie den Hashtag (#): szgesundheit ein.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung zum Livestream ist erforderlich.
Anmerkung des Veranstalters: Die Süddeutsche Zeitung berichtet in der Regel nicht über Selbsttötungen. Grund dafür ist die hohe Nachahmerquote nach jeder Berichterstattung über Suizide. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen von Suizidgedanken, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten
Zur AnmeldungGesprächsgäste

Claudia Bausewein
Prof. Dr.Prof. Dr. Claudia Bausewein ist Direktorin der Klinik für Palliativmedizin am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. Die Ärztin ist zudem Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesärztekammer und Vorsitzende des Klinischen Ethikkomitees am LMU-Klinikum. ... ...Mehr anzeigen

Dieter Birnbacher
Prof. i. R. Dr. Dr. h.cProf. Dr. Dieter Birnbacher ist Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) und war bis zu seiner Emeritierung Professor für
Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Zudem war der
Philosoph Mitglied in der Ethikkommission der Medizinischen Fakultät seiner
Universität und Vo...

Christina Berndt (Moderation)
Dr.Dr. Christina Berndt (Moderation) ist Leitende Redakteurin im Ressort Wissen der Süddeutschen Zeitung.
Veranstaltungsort
Diese Veranstaltung findet online statt.
Den Link zum Livestream erhalten Sie in Ihrer Anmeldebestätigung.