Depression – was wirklich hilft
Die Volkskrankheit lässt sich meist sehr gut behandeln. Welche neuen Möglichkeiten es gibt.
Depressionen sind von einer schwer greifbaren zu einer gut behandelbaren Krankheit geworden – jedenfalls für den allergrößten Teil der Patientinnen und Patienten. Mehr als zwei Drittel der Betroffenen kann mit modernen Methoden der Psychotherapie und Psychiatrie gut geholfen werden. Als besonders effektiv gelten dabei die kognitive Verhaltenstherapie und Psychopharmaka.
Doch immer helfen diese Ansätze nicht. Bei einem Drittel der Patientinnen und Patienten ist die Behandlung schwierig. Ihre Depressionen sind besonders hartnäckig oder kehren immer wieder zurück. Auch gibt es mitunter Berichte über mögliche Nebenwirkungen der Therapien bis hin zur Sucht.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erproben deshalb neue, zum Teil ungewöhnliche Ansätze gegen Depressionen. So werden neue Formen von Psychotherapien entwickelt und manche neuen Medikamente eingesetzt. Große Aufmerksamkeit hat zuletzt zudem der Einsatz von Psychedelika wie Psilocybin aus halluzinogenen Pilzen oder das Medikament Ketamin erlangt. Auch fordern manche Experten, die Elektrokrampftherapie häufiger anzuwenden, oder setzen auf KI und Chatbots zur Psychotherapie.
- In welchen Fällen ist also eine klassische Psychotherapie angeraten?
- Wann sind Psychopharmaka nötig? Wie steht es um die Risiken der Behandlungen?
- Und für welche Patientinnen und Patienten lohnt es sich, ganz neue oder ungewöhnliche Behandlungswege auszuprobieren?
- Sollte man mit Chat GPT über seine Depression sprechen oder es mit Pilzen oder einer Elektrokrampftherapie versuchen?
Diesen und weiteren Fragen rund um das Thema Depressionen und ihre Behandlung widmet sich das SZ-Gesundheitsforum in einer öffentlichen Online-Veranstaltung. Im Gespräch mit SZ-Wissenschaftsredakteurin Dr. Christina Berndt beantworten Expertinnen und Experten auch Fragen von Zuschauerinnen und Zuschauern.
Haben Sie bereits vorab eine Frage, die Sie den Referenten gerne stellen möchten? Dann schicken Sie uns diese gerne an veranstaltungen@sz-erleben.de .
Zudem haben Sie die Möglichkeit, während der Veranstaltung live Fragen zu stellen. Rufen Sie hierfür die Website sli.do auf und geben Sie den Hashtag (#): szgesundheit ein.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung zum Livestream ist erforderlich und ab dem 26.11. hier möglich.
Zur AnmeldungGesprächsgäste

Peter Falkai
PD Dr.Prof. Dr. Peter Falkai ist Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikums der Universität München sowie Ärztlicher Leiter der Klinik des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München und Mitglied des Gesundheitsforums der Süddeutschen Zeitung.

Lea Mertens
M. Sc.Lea Mertens M. Sc. ist Psychologische Psychotherapeutin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für Molekulares Neuroimaging am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. Sie forscht zum möglichen Einsatz von Psychedelika wie Psilocybin gegen Depressionen.

Thomas Reinbacher
Dr.Dr. Thomas Reinbacher ist Informatiker und hat unter anderem bei Google, Amazon und McKinsey in führender Position gearbeitet, bevor er an einer Depression erkrankte, die einen langen Klinikaufenthalt erforderlich machte. In seinem Buch „Nach Grau kommt Himmelblau“, das er ursprüngli... ...Mehr anzeigen

Christina Berndt (Moderation)
Dr.Dr. Christina Berndt (Moderation) ist Leitende Redakteurin im Ressort Wissen der Süddeutschen Zeitung und Vorsitzende des SZ-Gesundheitsforums.
Veranstaltungsort
Diese Veranstaltung findet online statt.
Den Link zum Livestream erhalten Sie in Ihrer Anmeldebestätigung.